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Die Schlammschlacht

Ein bösartiges wie witziges Volksstück von Fitzgerald Kusz, einem Autor aus Franken. 

Konkret gesagt geht es in diesem Stück um den Bau einer neuen Kläranlage in einer fränkischen Gemeinde, für den der örtliche Bürgermeister vehement die Werbetrommel rührt. 

Unter der Hand hat ihn die Baufirma einen neuen Dienstwagen versprochen, falls sie den Auftrag bekommt. Um den Bauausschuss vom Millionen-Projekt zu überzeugen, nutzt das Gemeindeoberhaupt geschickt die Eigeninteressen der Ausschussmitglieder aus. So gewinnt er den Putenfarmbetreiber für den Neubau, weil die Abwässer von dessen Betreib regelmäßig das Dorf überschwemmen, da die bestehende Abwasseranlage zu klein ist.

Die Schwägerin des Bürgermeisters ist sowieso dafür. Das Mitglied der örtlichen Feuerwehr ist dafür, weil ihm ein neuer Rettungsschneider versprochen wird und die Solariumbetreiberin will natürlich keine potentiellen Kunden verlieren. Das einzige Ausschussmitglied, welches aus ökologischen Gründen dagegen ist, ist ein zugezogener Gemeindebürger.

Ein Jahr später ist die Kläranlage defekt und die Baufirma insolvent. Wer sich vorher um die Gunst des Bürgermeisters bemüht hat, schiebt ihm jetzt die Schuld an der Misere in die Schuhe und es kommt wie es kommen muss, man fordert seinen Rücktritt. Ein Machtwechsel steht an. Doch damit ist noch lange nicht alles „geklärt“.