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Brandner Kaspar

Das sicherlich beste bayerische Volksstück wird für Trebgast so etwas wie das Jubiläumsstück. Nachdem es außer 1980 schon zum 40-jährigen 1992 gespielt wurde, soll es auch zum 50-jährigen Jubiläum wieder aufleben. Dieser „Klassiker“ wurde Jahrzehnte lang in München gespielt und vielmals im Fernsehen gezeigt, hat aber von seiner Faszination bis heute nichts verloren. Der Brandner will trotz seiner 70 Jahre verständlicher Weise noch nicht sterben und versucht deshalb mit einer List den „Boandlkramer“, also den Tod, davon abzuhalten ihn mitzunehmen. Bei dieser hintersinnigen Gaudi, mit der der Brandner den Boanl hereinlegt, könnte einem der Tod richtig leid tun. Aber die Konsequenzen aus dieser erschlichenen Lebensverlängerung machen ihn nicht glücklich, so dass er schließlich freiwillig in den Himmel mitgeht. Zum einen erscheint eine reale bayerische Welt auf der Bühne, die sich kaum von unserer heutigen unterscheidet. Der Geburtstag wird zünftig mit Musik, Gesang, Tratsch und Klatsch gefeiert. Die vom Brandner sehr geliebte Enkelin hat zwei Verehrer, den Förster und den armen Wilderer. Da bleiben die Hänseleien der anderen auf der Feier nicht aus. Schließlich bahnt sich eine dramatische Entscheidung an. Trotzdem wird alles gut, fragt sich nur für wen? Doch viel herrlicher ist unser bayerischer Himmel unter der Leitung des heiligen Portner und des Erzengels Michael. Das Leben, das die Heiligen dort führen ist weit schöner und lustiger als das auf der Erde. Gerade dieser Blick in den Himmel macht das Lustspiel so einzigartig und umgibt es neben den deftigen Lachern auf der Erde mit liebvollen Humor. Mit einem neuen Regisseur, neuer Besetzung und neuer Bearbeitung wird das bewährte sicher noch sehenswerter und bietet beste Unterhaltung. Schließlich wollten wir doch alle immer einmal einen Blick in den Himmel tun und sehen was uns dort erwartet.